| 2005 – Gartenkürbis |
Der Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat
den Garten- oder Arzneikürbis (Cucurbita pepo) zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gekürt. Zur Drogengewinnung wird heute meist der weichschalige steirische Ölkürbis bevorzugt.
Sammelgut sind die Samen, die nach der Fruchtreife im Oktober aus dem Fruchtfleisch herausgelöst und getrocknet werden. Die Kürbissamen enthalten neben 1% Steroide, fettes Öl, Eiweiß, Zucker, Tocopherole (Vitamin E) und Spurenelemente, vor allem Selen,
Kupfer, Mangan und Zink. Die giftigen Cucurbitacine sind höchstens in Spuren vorhanden
(cucurbitacinhaltige Samen schmecken bitter). Art und Menge der Inhaltsstoffe sind sortenabhängig. Kürbissamen werden zur unterstützenden Behandlung von Funktionsstörungen der Blase mit Beschwerden beim Wasserlassen (z. B. Folge einer vergrößerten Prostata) verwendet. Die Anwendung beruht auf klinischen Erfahrungen. |
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